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Summerschool-Wettbewerb | Future Maker/s Future Market/s | 4. - 15. September 2017

10.10.2017

Bericht von der zweiten Workshopwoche | Erprobung der Future Markets


200 Newcomer leben in der „Gemeinschaftsunterkunft Bornitzstraße“ in Berlin-Lichtenberg. Bei der internationalen Summerschool "Future Maker/s – Future Market/s" wollen 20 Studierende und BerufseinsteigerInnen aus 14 verschiedenen Ländern Fähigkeiten, Talente und Wissen der "Neuberliner" aktivieren. Entstehen sollten Orte für Begegnung, Interaktion und für berufliche Selbstständigkeit. Nach einer Woche Talent- und Räumlichkeitensuche sollten die "Future Markets" als Interventionen erprobt werden.


Tag 7: Montag, 11. September

Nach einem freien Sonntag begannen wir die zweite Woche mit einem kurzen Input über Design-Build-Projekte an Berliner Hochschulen und über die Möglichkeiten von Mock-ups, Interventionen und Installationen in Kunst und Architektur. In einem großen Plenum entschieden wir gemeinsam über das weitere Vorgehen: drei verschiedene Szenarios für drei Orte zu entwerfen, diese im Rahmen eines weiteren Workshops mit geladenen Experten hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit und dem inkubatorischen Potential zu diskutieren, um sie bis zum Ende der Woche als realmaßstäbliche Interventionen vor Ort testweise zu bespielen. Eine Gruppe unserer Teilnehmer besuchte abends noch eine Führung über das Projekt 'Die Gärtnerei' für und mit Geflüchteten auf dem ehemaligen Jerusalem Friedhof in Berlin Neukölln.


Tag 8: Dienstag, 12. September

Rechtzeitig vor unserem zweiten Workshop waren die Konzepte hinreichend geschärft, um unseren Gästen vorgestellt zu werden. Am ersten Tisch, moderiert von Nina Serova, stellten Vanessa Macedo, Viktoriya Yeretska, Nicolas Cacciapaglia und Ahmad Almahairy den 'Incubator 22', einen internationalen Ort der Begegnung im Haus 22 auf dem Campus der Demokratie vor. Gemeinsam mit unseren Gästen Lisa Ertl (BsTU), Petra Grampe (Howoge), Elena Isayev (University of Exeter), Abdulsattar Sheeb (Workeer), Christoph Weidemann (Netzwerkkoordination Integration und Partizipation von Geflüchteten in Lichtenberg) loteten wir aus, welche räumlichen und organisatorischen Ressourcen der Umsetzung dienen können, welche Trägerschaften, Finanzierungsmodelle und unterstützende Netzwerke und Institutionen denkbar sind.


Medhat Kazem, Anne Lisa Leinbach, Manol Georgieff, Jasmin Stadlhofer, Sebastian Madre und Houssein Tarabichi stellten am zweiten Tisch eine mobile Fahrradreparaturambulanz für Ahmed Ali aus der Bornitzstraße vor. Moderiert von Kerstin Parchat, gaben Max Schützenberg (Refugees Open City), Andreas Svojanovsky (Koordinator Integrationslotsen/Willkommenskultur, Kiezspinne), sowie Heidi Walter (Internationales Jugend Kunst- und Kulturhaus Schlesische 27) Hinweise, wie Fahrradreparatur als idealer prozesshafter Einstieg in die Selbstständigkeit unter dem Dach eines gemeinnützigen Vereins langfristig entstehen kann.


Monika Bocková, Anna-Karien Drost, Louise Obermeyer, Angie Panchana, Ammar Rihawi und Moderatorin Milena Vleminckx stellten am dritten Tisch ein selbstorganisiertes Frauennetzwerk zur gegenseitigen Unterstützung in der Kinderbetreuung und zum Aufbau einer Catering-Küche/Kiez-Kantine aus der Bornitzstraße heraus vor unseren Gästen zur Diskussion, mit dabei waren Brigitte Gondel (Jugendamt Lichtenberg), Monika Bergen (Flüchtlingsrat Berlin) und Petra Grampe (Howoge).


Tag 9: Mittwoch, 13. September

Wir erhielten professionelle Hilfe von Hannes Hehemann, Tischler und UdK-Student. Mit seiner Hilfe sollten die Entwürfe der zu bauenden Interventionen in Stückteillisten übersetzt werden. Delegierte jedes Teams besorgten das Holz und alle weiteren Materialien, während die anderen Informationstafeln konzipierten und sich über Art und Umfang der beispielhaften Bespielung unserer Interventionen den Kopf zerbrachen. Zahlreiche Bewohner der Gemeinschgaftsunterkunft Bornitzstraße gingen uns zur Hand.


Tag 10: Donnerstag, 14. September

Bis früh in den Morgen sägten schraubten, schliffen und strichen wir in unserer "Freiluft-Werkstatt", während andere Future Maker/s texteten, zeichneten, Modelle bauten, Vorbereitungen in der Bornitzstraße und vor dem Campus für Demokratie trafen.


Tag 11: Freitag, 15. September

Es war soweit: Um 15:00 Uhr stellten wir die Ergebnisse bei zwei Stadtspaziergängen vor. Während sich die Besucher einfanden, spielten unterschiedliche Musiker. Unsere gelben Begegungsmöbel luden zum Gespräch ein. FUTURE-Postkarten waren ausgelegt, auf denen sollten Besucher Nutzungsvorschläge für brachliegende Gebäude auf dem Campus und für andere Orte der näheren Umgebung machen. Nach Erläuterungen zum Incubator 22 und einer regen Diskussion, brachen wir auf und trafen auf halben Weg das Team 'Up-Cicle'. FUTURE MAKER Ahmad Ali präsentierte den Mock-up eines Holzanhängers mit stapelbaren Werkzeugkisten. Unsere Touren endeten im ehemaligen Speisesaal der Gemeinschaftsunterkunft Bornitzstraße. Neue robuste, gelbe Holztische sollen als Grundstock eines selbstorganisierten Frauennetzwerks zur gegenseitigen Unterstützung in der Kinderbetreuung und zum Aufbau einer Catering-Küche dienen. Am Abschlussabend haben wir sie zum Ausklang unser Summerschool FUTURE MAKER/s- FUTURE MARKET/s mit einem großen Buffet der Bewohner eingeweiht.


Zur Weiterentwicklung empfohlen.

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Interviews mit den Teilnehmern

Das Interview mit Workshop-Teilnehmer Nicolas Cacciapaglia auf unserem YouTube-Kanal.

Mehr zu "Future Maker/s – Future Market/s" finden Sie auf katharina-rohde.com, homenotshelter.com, youarethecity.com und der Website vom Architekturbüro Ludescher von Spreckelsen.

Summerschool-Wettbewerb der Sto-Stiftung


Fakultäten und Fachbereiche für Architektur aller deutschen Hochschulen konnten sich zum sechsten Mal mit international ausgerichteten Lehrveranstaltungen zu Nachhaltigkeit und energetisch sinnvollen Bauweisen für eine Projektförderung bewerben. Aus den Einreichungen haben Stiftungsrat Prof. Peter Cheret, Prof. Peter Fattinger von der TU Wien und der Stiftungsvorstands-Vorsitzende Uwe Koos vier Gewinner gekürt. Die Vorhaben werden mit je 10.000 Euro unterstützt.

Hier finden Sie weitere Informationen.

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Bert Große
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