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Sprache ist der Schlüssel zum Erfolg

14.11.2018

Albanischer Flüchtling nutzt Malerausbildung zur Integration


Sein Ziel? „Ich möchte Meister werden!“ Maler- und Lackiererazubi Dennis Repay weiß genau, was er will. Diese Einstellung hilft dem jungen Albaner, alle Herausforderungen fern der Heimat zu meistern. Doch der Reihe nach.


Vor vier Jahren beschließt Dennis‘ Familie, das Leben in Albanien hinter sich zu lassen und ihr Glück in Deutschland zu suchen. Dennis bekommt einen Ausbildungsplatz zum Maler und Lackierer beim Maler- und Stuckateurgeschäft Paul und Matthias Berberich GbR bei Tauberbischofsheim. Doch dann die schlechte Nachricht: Der Asylantrag der Familie wird nicht genehmigt, da Albanien als sicheres Herkunftsland eingestuft ist. Die Familie muss Deutschland verlassen.


Dieser Weg wird kein leichter sein


Dennis will aber nicht so einfach aufgeben. Es gibt eine Möglichkeit, die Ausbildung doch noch fortzusetzen. Dennis kehrt zunächst mit seiner Familie nach Albanien zurück und reist anschließend mit einem Arbeitsvisum wieder nach Deutschland. Das gelingt auch deshalb, weil sein Ausbildungsbetrieb sich für ihn einsetzt und ihn als Azubi behalten will. Doch das bedeutet, die nächsten Jahre allein in Deutschland zu leben. „Am Anfang war es sehr schwer“, gibt der junge Albaner zu, „aber inzwischen kann ich gut deutsch sprechen. Jetzt ist es normal.“ Sein Berufsschullehrer Matthias Rieger von der Gewerblichen Schule Tauberbischofsheim ist von Dennis überzeugt: „Kein leichter Weg, den Dennis da geht, aber er hängt sich voll rein in seine Ausbildung. Inzwischen schreibt er oft bessere Klassenarbeiten als seine in Deutschland geborenen Mitschüler“, freut sich Rieger über seinen Schützling. Auch deshalb nahm er ihn Ende September mit zu den Fachschultagen nach Wuppertal, die durch die Sto-Stiftung gefördert werden.


Die sieben Fachschulen für das Maler- und Lackiererhandwerk informierten dort über die Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten für Gesellen. Im Sinne des Mottos „Handwerk weiterdenken“ beschäftigten sich die Teilnehmer mit Themen, die im Handwerk den Erfolg möglich machen: Effizientes Projekt- und Prozessmanagement, konsequentes Qualitätsmanagement oder der richtige Umgang mit Mess- und Prüftechnik. Aber auch Chancen zur Weiterbildung, beispielsweise in der Denkmalpflege oder über das Studium zum Berufsschullehrer oder zum Architekt zeigten die Fachschultage auf. Für Dennis ist die Ausbildung zum Meister und Techniker an einer der Fachschulen für Maler und Lackierer definitiv eine Perspektive. Die Vorträge und Workshops in Wuppertal haben ihn beeindruckt und sein Lehrer Matthias Rieger traut ihm zu, diesen Weg erfolgreich zu gehen: „Dennis ist strebsam und fleißig, er will etwas erreichen im Leben.“


Beispiel gelungener Integration


Doch zunächst muss er seine Ausbildung beim Maler- und Stuckateurgeschäft Berberich im nächsten Jahr abschließen. Von seinen Klassenkameraden wird er respektiert und unterstützt, weil sie seine Geschichte kennen und sehen, wie gut er sein Leben fern der Heimat meistert. Trotzdem erlebt Dennis auch Situationen, in denen er aufgrund seiner Herkunft und seines Glaubens angepöbelt wird. „Das sind Leute, die mich nicht kennen“, sagt Dennis, insofern wolle er das nicht überbewerten. Diejenigen, die ihn aber kennen, nehmen ihn gut auf, seine Nachbarn beispielsweise. Vielleicht liegt das auch daran, dass Dennis als bekennender Moslem im katholischen Pfarrheim seines Ausbildungsortes lebt, sich dort sehr gut eingefügt hat und auch sehr gut aufgenommen wurde. „Dennis hat hier bei uns einen ganz tollen Weg beschritten“, sagt sein Lehrer Matthias Rieger. „Für mich ist das ein Beispiel gelungener Integration.“



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Bert Große
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