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Interior Scholarship 2018/2019 | Interview mit Juliane Glaser

12.10.2018
Juliane Glaser ist eine der vier Gewinnerinnen des Interior Scholarship-Stipendiums von AIT und Sto-Stiftung. Anderen Studierenden gibt sie den Tipp: „Stipendien geben die Möglichkeit, durch Freiräume dem starken Druck während des Studiums etwas zu verringern. Dadurch bleibt mehr Zeit für eigene Projekte, Engagement außerhalb der Hochschule, aber auch innerhalb der Hochschule.“ Foto: Sto-Stiftung / AIT
Juliane Glaser ist eine der vier Gewinnerinnen des Interior Scholarship-Stipendiums von AIT und Sto-Stiftung. Anderen Studierenden gibt sie den Tipp: „Stipendien geben die Möglichkeit, durch Freiräume dem starken Druck während des Studiums etwas zu verringern. Dadurch bleibt mehr Zeit für eigene Projekte, Engagement außerhalb der Hochschule, aber auch innerhalb der Hochschule.“ Foto: Sto-Stiftung / AIT

AIT-Stipendium der Sto-Stiftung | Die Stipendiaten stellen sich vor


Vier Mal wurde das Interior Scholarship – das gemeinsame Stipendium von AIT und Sto-Stiftung – dieses Jahr vergeben. In der Jurysitzung im Juli 2018 überzeugte je ein Studierender der Hochschule RheinMain Wiesbaden, Hochschule Mainz, University of Architecture and Urbanism „Ion Mincu“ Bukarest und Piet Zwart Institute Rotterdam. Mit einer monatlichen Förderung von jeweils 500 Euro wird es den Studierenden ein Jahr lang ermöglicht, sich ganz ihrem Studium widmen zu können.


Im Interview berichtet Stipendiatin Juliane Glaser von der Hochschule Mainz über ihre Begeisterung für Innenarchitektur, weitere berufliche Zielsetzungen und Möglichkeiten, die das Stipendium eröffnet.


Was genau studierst du?

Nachdem ich meinen Bachelor in Innenarchitektur an der Hochschule Mainz absolviert habe, habe ich nun, nach einem halben Jahr Praxiserfahrung, meinen Master in „Kommunikation im Raum“ begonnen. Dieser spezielle Studiengang setzt sich mit Räumen auseinander, in denen Kommunikation und Information in innovativer und kreativer Weise zum Ausdruck kommen. Es geht um das Spannungsverhältnis von Objekt und Raum. Ob Möbelstück, urbane Intervention, Szenografie oder klassisches Architektur: Mutige Ansätze werden unterstützt, Scheitern wird ebenso akzeptiert. Im Rahmen von Realisierungsprojekten gibt es immer wieder die Chance mit interessanten Firmen zusammen zu arbeiten.


Was begeistert dich am Studium?

Meine Schwäche und zugleich Stärke ist meine schier grenzenlose Begeisterungsfähigkeit für das Hineindenken in Orte, Menschen, Strukturen und Konzepte. Durch meinen Studiengang komme ich in Kontakt mit vielen spannenden, faszinierenden Projekten und interessanten Menschen. Ich schätze die vielfältigen Prozesse, die man während des Studiums durchläuft. Von den ersten Skizzen auf Papier, Arbeitsmodellen, der technischen Zeichnung am Computer, bis hin zum gedruckten 3D Modell – das Studium ist zwar extrem einnehmend, aber auch ungemein abwechslungsreich.


Was bedeutet für dich das Studium der Innenarchitektur?

Innenarchitektur verbinde ich in erster Linien mit Material, Licht, Raum, sozialen Strukturen sowie Atmosphäre. Von all diesen Konzepten fasziniert mich die Atmosphäre am meisten. Es ist ein Begriff, den ich noch nicht ganz begreife, obwohl ich jeden Tag mit Ihm arbeite. Durch das Studium der Innenarchitektur nehme ich meine Umgebung ganz anders war. Während dem Reisen, bei einem kurzen Spaziergang am Rhein oder durch die Stadt versuche ich oft zu verstehen, weshalb manche Räume funktionieren, manche Plätze scheitern und bestimme Kompositionen eine solche Anziehungskraft ausstrahlen.


Was sind deine Zielsetzungen und wo zieht es dich beruflich hin?

Ich wünsch mir das, was ich zurzeit lediglich plane, in Zukunft umsetzen zu dürfen, sodass es einen Schatten wirft, klingt und eine Atmosphäre in sich trägt. Nach meinem Master würde ich gerne für einige Zeit in einem Architekturbüro arbeiten, um meine Ahnung durch Erfahrung zu bereichern. Zeit für eigene Projekte sollte aber auch noch bleiben. Gerne würde ich eine Zeit lang verstärkt im Bereich Projektmanagement arbeiten, um mich später als Innenarchitektin selbstständig zu machen.


Wie bist du auf das Interior Scholarship aufmerksam geworden?

Durch eine E-Mail meiner Hochschule, die dazu ermutigte, sich zu bewerben.


Wofür nutzt du primär das Stipendium?

Das Stipendium ermöglicht mir ein dreimonatiges Auslandspraktikum in der Schweiz, das ich mir ohne die finanzielle Unterstützung nicht hätte leisten können. Durch die Unterstützung kann ich es mir leisten, Fachbücher zu kaufen, spektakulärere Prototypen zu bauen und mehr Zeit für meine Projekte zu gewinnen. Das Stipendium motiviert ungemein.


Wie geht es bei dir in der nächsten Zeit weiter?

Im nächsten Semester werde ich das dreimonatige Praktikum in Zürich absolvieren und mir danach ein Thema für meine Masterarbeit schriftlich erarbeiten. Nebenher würde ich gerne eine Idee für ein Produkt weiterentwickeln. Nächstes Frühjahr werde ich dann meine Masterthesis bearbeiten und mir ein weiteres 3D Programm – Rhino – im Selbststudium aneignen.


Über Juliane Glaser

Nach einem Bachelor in Innenarchitektur studiert Juliane Glaser derzeit im Masterstudienfach „Kommunikation im Raum“ an der Hochschule Mainz. 2017 absolvierte sie 6-monatiges Praktikum bei einem Mannheimer Architekturbüro. Nach dem Studium ist es ihr Ziel, als freiberufliche Innenarchitektin zu arbeiten. Das Interior Scholarship-Stipendium ermöglicht ihr unter anderem ein Auslandspraktikum in der Schweiz und mehr Zeit für eigene Projekte.

Mehr dazu lesen Sie in unserer Pressemitteilung zur Juryentscheidung:

Bewerbungen von 89 Studierenden aus 16 Ländern

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