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ARCH+ Praktikum | Blog 01/2018 | Angelika Hinterbrandner

16.05.2018
ARCH+ features 75: Architecture of the Common Ground von Florian Hertweck mit einem Diagramm von Angelika Hinterbrandner Foto: Sto-Stiftung / ARCH+
ARCH+ features 75: Architecture of the Common Ground von Florian Hertweck mit einem Diagramm von Angelika Hinterbrandner Foto: Sto-Stiftung / ARCH+

Lesen, verstehen, abstrahieren | Mein Praktkum bei der ARCH+


Wie bringt man wissenschaftliche Inhalte so zu Papier, dass sie verständlich und spannend sind? Was müssen Leserinnen und Leser wissen, um ein Projekt zu verstehen? Wie formuliert man ein abstraktes Schema grafisch aus, damit man verschiedene Faktoren auf einen Blick entschlüsseln kann? Eine Palette an Fragestellungen, die mich mitunter in den ersten Wochen in der Redaktion der ARCH+ beschäftigt haben. Immer damit verbunden: die Frage nach der Essenz. Was ist wirklich wichtig – und was überflüssig? Um Sachverhalte, Abläufe und Strukturen in Worte zu fassen, muss man sie durchdenken und verstehen. Zu allererst in der Bibliothek, nachdem man – wie man das eben macht in digitalen Zeiten – Google, Wikipedia, das Internet befragt hat. Sich bewusst die Zeit zu nehmen tief in die Materie einzudringen, ist eine der großartigen Qualitäten, die man in der Redaktion nicht nur beobachten, sondern aktiv selbst wahrnehmen kann.


Hat man sich vertieft, geht es darum, wieder einen Schritt zurückzutreten: Was hältst du für wichtig? Eine Frage, die mich sowohl während meiner ersten intensiven Textarbeit begleitet hat als auch bei den Vorbereitungen für die kommenden Ausgaben. Eine eigene Position zu haben, hinterfragen zu können und trotzdem den Blick für andere Zugänge nicht zu verlieren, führt immer wieder zu inneren Konflikten. Wie formuliert man Kritik? Hat man alle Standpunkte beachtet? Daten und Fakten zu überprüfen, welche die Grundlage für solche Entscheidungen bieten, gehört zur täglichen Arbeit in der Redaktion. Doch Verifizierbarkeit ist in „postfaktischen“ Zeiten ein umstrittenes Gut. Der Nährboden für die Begreiflichkeit, welche 2016 zum Wort des Jahres gewählt wurde, hat sich seitdem kaum geändert. Wenn, dann gefühlt zum schlechteren: Data Breaches, Cambridge Analytica, Russische Hacker. Menschen, die sich mit der Thematik auseinandersetzen, führt dieses medial präsente Dreigespann gedanklich zu Trump und weiter zur Frage, wie die Digitalisierung unser Zusammenleben verändert. Das Thema, mit dem auch ich mich die kommenden Monate aus Perspektive der Architektur auseinandersetzen werde.


Nachdem ich mit der Fertigstellung der ARCH+ 231: "The Property Issue", mehreren Features und viel Recherche starten durfte, freue ich mich auf eine intensive Zeit bei und vor allem mit dem ARCH+ Team. Den finalen Schliff einer Ausgabe mitzugestalten, während parallel schon an den Grundlagen kommender Ausgaben gearbeitet wird, war eine Vorschau, die mich gespannt auf die kommenden Monate blicken lässt. In den letzten Wochen habe ich wahnsinnig viel gelesen und nachgedacht. Noch nicht genug. Aber ich hoffe das Durchdringen und Verstehen kommt demnächst.


Angelika Hinterbrandner

Angelika Hinterbrandner ist Stipendiatin der Sto Stiftung und des ARCH+ Vereins. Foto: Sto-Stiftung / ARCH+
Angelika Hinterbrandner ist Stipendiatin der Sto Stiftung und des ARCH+ Vereins. Foto: Sto-Stiftung / ARCH+

Über Angelika Hinterbrandner

Angelika Hinterbrandner studiert Architektur an der Technischen Universität Graz. Während des Studiums zog es sie nach Rotterdam, Hong Kong, Basel und Berlin, wo sie unter anderem für MVRDV und Buchner Bründler Architekten arbeitete.

www.ahinterbrandner.com

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Bert Große
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