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Wie läuft so eine Maler- und Lackiererausbildung in Deutschland?

06.04.2018

Erster deutsch-österreichischer Azubiaustausch | 9. bis 22. April


Anna, Daniela, Julia und Justine aus dem niederösterreichischen Lilienfeld sind auf dem Weg nach Deutschland. Sie sind Auszubildende des Maler- und Lackiererhandwerks und nehmen am neuen Förderprojekt der Sto-Stiftung teil: Zwei gastgebende Berufsschulen aus Fulda und Hamburg haben ein spannendes Programm zum fachlichen und interkulturellen Austausch erstellt. Im Gegenzug sollen im Spätherbst 2018 deutsche Azubis den Weg nach Österreich antreten.


Was unterscheidet die Maler- und Lackiererausbildung in Österreich von der in Deutschland? Der Frage gehen Anna Reiner und Justine Pfügl für zwei Wochen in Hamburg nach. Als Praktikantinnen der Firmen Thielvoldt und Rieß & Lauenstein werden sie pünktlich um 7 Uhr auf der Baustelle erwartet. Energetische Sanierung, Betonsanierung oder Gestaltung von Villen: Die Kundenaufträge in der norddeutschen Metropole dürften etwas anders aussehen als beim Heimatbetrieb Lengauer in Lilienfeld. Doch ihre Mitschüler und Mitschülerinnen an der Beruflichen Schule Holz.Farbe.Textil – Gsechs werden ihnen hilfreiche Informationen geben können.


Auch Berufsschullehrer Ewald Wunderlich-Nissi kommt mit nach Hamburg. Als Fachlehrer wird der Österreicher in den Unterricht an der Gsechs eingespannt. Gleichwohl wird er seine Schützlinge in den Praktikumsbetrieben aufsuchen. Welche Unterschiede wird er wohl zwischen österreichischem und deutschem (Aus-)Bildungssystem entdecken?


Vergleichbare Fragen stellen sich Daniela Buchegger und Julia Mayr. Sie starten ihren Deutschlandaufenthalt an der Ferdinand-Braun-Schule in Fulda, besuchen Praktikumsbetriebe und belegen einen „Azubi-Knigge-Kurs“. Dann reisen auch sie in den Norden weiter, wo eine spannende Aufgabe wartet. Ihre Baustelle ist das Gaffelketsch-Traditionsschiff „Nordstjernen“, das derzeit bei der Behrens-Werft vor Anker liegt. Daniela und Julia werden den dänischen Haikutter renovieren helfen. Als schwimmendes Museum soll das Schiff von der nordeuropäischen Industrie- und Fischereigeschichte erzählen. Also heißt es Antifoulinganstriche und Osmosesanierung, Korrosionsschutz, Aufpolieren, Reparieren, Lackieren. Gewohnt wird an Deck und das heißt Selbstversorgung.


Im Zuge ihres Nordtörns treffen Daniela und Julia auch wieder auf die anderen. Zusammen mit ihren Gastgebern wollen sie sich den Qualifikationsentscheid des Maler-Nationalteams für die EuroSkills 2018 in Budapest anschauen, das Deutsche Maler- und Lackierermuseum und die Fachmesse der Malereinkaufsgenossenschaft MEGA besuchen. Zwischendrin werden natürlich das urbane Leben und Hamburgs kulturelles Angebot genossen.


Am Ende darf man gespannt sein, wie alle Beteiligten das Projekt bewerten. Ziel ist ein gewaltiger Zugewinn an Kompetenzen und einen weiteren Förderbaustein für das Maler- und Lackiererhandwerk aufzustellen.

Rückfragen beantwortet gerne

Bert Große
PR-Agentur Große GmbH
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