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Nachwuchsförderung für Maler- und Lackierer | "Sich kümmern hilft!" – Ein Brief an die Stiftung

27.06.2017

Jörn Leweling beeindruckt von Koffergewinner und seinen Klassenkameraden


Der Obermeister der Maler-, Lackierer- und Raumausstatter Innung Gütersloh hat Azubi Alexander Bader kennengelernt. Der 26 jährige ist einer von 100 Nachwuchsmalern, die 2017 von der Sto-Stiftung einen vollgepackten Werkzeugkoffer bekommen haben – für die perfekte Vorbereitung der Gesellenprüfung und einen optimalen Start ins Berufsleben. Alexander Bader stammt aus einem schwierigen sozialen Umfeld. Bei der Arbeitslosen Selbsthilfe (ash) Gütersloh, die verschiedene Beschäftigungsprojekte durchführt, hat Alexander den beruflichen Teil seiner Ausbildung zum Maler und Lackierer absolviert. Jörn Leweling war dabei, als der freundliche junge Mann am Reckenberg-Berufskolleg umringt von seinen Klassenkameraden den Koffer öffnete. Der bewegte Obermeister verfasste einen Brief an die Sto-Stiftung, aus dem wir gern zitieren möchten.


Konrad Richter, Stiftungsrat Handwerk, freut sich sehr über so viel positive Rückmeldungen zum Förderprojekt: "Bei meinen Besuchen zur Übergabe der Werkzeugkoffer stelle ich an den Schulen immer wieder fest, wie verantwortungsbewusst sie ihre Kandidaten nach sozialen Kriterien auswählen. Aber die Azubis begeistern mich mehr als alles andere, wenn ich erfahre, wie sie sich ins Zeug legen, um den Koffer und die Bücher zu erhalten und das oft bei schwierigsten privaten Verhältnissen. Wir sollten aber auch die Betriebe nicht vergessen, die diesen jungen Leuten einen Ausbildungsplatz bieten und sie während der Ausbildung genauso unterstützen wie die Berufsschulen."


Lieber Alexander Bader, wir gratulieren noch einmal herzlich zum Koffergewinn, wünschen Dir für die Zukunft das Beste und unterstützen Dich gerne weiter auf Deiner beruflichen Laufbahn.

Sehr geehrte Damen und Herren der Sto-Stiftung.

Mir ist es mit diesem kleinen Schreiben eine Herzensangelegenheit, Ihnen persönlich Danke zu sagen.

Am 01.06.2017 [durfte ich] im Reckenberg Berufskolleg, in Rheda-Wiedenbrück, wieder einmal dabei sein, den „besten“ unserer Gütersloher Innung mit Ihrem Preis auszuzeichnen. Erst kurz vor der Veranstaltung wurden mir der Name und der Ausbildungsbetrieb vom Klassenlehrer genannt. Diesmal jedoch nahm er mich ein Stück zur Seite und wies mich darauf hin, dass der Preisträger bereits 26 Jahre alt sei, aus einem „schwierigen“ Umfeld stamme und seine Ausbildung bei der ASH (Arbeitslosen Selbsthilfe) absolviert hatte.

Zunächst sprach der Stellvertretene Direktor, dann der sichtlich stolze Klassenlehrer und schließlich durfte ich ein paar Worte an die Anwesenden richten. Es fiel mir auf, wie wohlwollend und ruhig diese Veranstaltung ablief. Eigentlich passte diese Ruhe nicht in die Altersgruppe von jungen Menschen dachte ich mir noch, als ich zum Ende kam. Am Schluss der Reden, noch vor der Übergabe des Werkzeugkoffers, bat der stellvertretende Direktor den Preisträger doch auch ein paar Worte an und zu richten. Bewegt trat er vor seine Klasse und schilderte leise, dass er es wohl nur schaffen konnte, weil er auf ein so gutes Umfeld gestoßen sei, eine Klassenkameradschaft, die er noch nie in seinem ganzen Leben erlebt habe. Auf Lehrkräfte und Ausbilder, die sich in besonderer Weise um ihn gekümmert hatten, und die er sodann einzeln namentlich erwähnte.

Seine Worte waren spontan, ehrlich und dankbar. Dem einen und anderen standen die Tränen in den Augen. Den Preis übergaben nicht die Lehrer, Ausbilder oder der Obermeister, wie es vielleicht geplant war. Die Jugendlichen applaudierten, kamen nach vorne und nahmen ihn in den Arm. Sie stellten sich mit ihm um das Werkzeug. Niemand, der es ihm nicht gegönnt hätte.

Sie, sehr geehrte Damen und Herren, haben diesen Besonderen möglich gemacht. Bleiben Sie motiviert, auch wenn Sie vielleicht ab und zu einmal den Eindruck haben könnten, es würde sich nicht lohnen.

Vielen Dank.

Jörn Leweling

Obermeister der Maler- Lackierer- und Raumausstatter Innung Gütersloh.


Vollständiger Brief

Bestenwettbewerb für Maler- und Lackierernachwuchs

Im Wettbewerb „Du hast es drauf – zeig‘s uns!“ werden seit 2012 jedes Jahr die 100 bundesweit besten Maler- und Lackierer-Azubis mit Werkzeugkoffern, bestückt von der Firma Storch-Ciret, und Fachliteratur im Gesamtwert von je fast 1.000 Euro belohnt. Je ein iPad erhalten zudem die 10 besten Gesellen. Bedingungen für eine Nominierung zum Wettbewerb sind wirtschaftlicher Förderbedarf sowie ein Notendurchschnitt zum Halbjahr vor der Abschlussprüfung von mindestens 2,4.

Weitere Beiträge zum Bestenwettbewerb:

Kofferübergaben an Maler- und Lackiererazubis im Mai

Rückfragen beantwortet gerne

Bert Große
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