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Interior Scholarship | Blog 03/2017 | Mona Schaffer

19.06.2017

Raumcollage | Collagieren und freies Arbeiten


Die letzten Monate erarbeite ich Räume im zwei- und dreidimensionalen Bereich. Es sind Collagen meiner Erfahrungen sowie Geschichten der Kubaner, aus denen ich diese Räume mit Farbstimmungen meiner Eindrücke und Gefühle kreiere. Nun entscheide ich mich dazu, mit Fotos weiterzuarbeiten. Sie halten genauer einen bestimmten Ort, einen Zeitpunkt, mit einem ganz bestimmten Lichteinfall fest.


Vor ein paar Wochen wurde das Internet an der Hochschulbibliothek verbessert. Nun beschränkt sich der Informationszugang nicht mehr nur auf ein paar wenige kubanische Internetseiten, die man vorher nur mit viel Geduld und Wartezeit öffnen konnte. Ich habe nun Zugriff auf alle erdenklichen Webseiten, die sich vergleichbar mit einem sehr langsamen deutschen Internet öffnen lassen. Ich öffne Pinterest und gebe in die Suchleiste Havanna ein. Welches Bild, welche allgemeine Farb- und Formensprache entwickelt sich auf diesen Fotos, die im Internet zu finden sind?


Es öffnet sich eine Vielzahl an Bildern, auf denen farbenfrohe Fassaden und Innenräume abgebildet sind. Hohe Decken, kolonialer Baustil, antike Möbel. Ein Bild, das sich auch in mir in den letzten Monaten von Havanna geprägt hat, und meine bisherige Farbwahl bestimmte. Ich wähle eines dieser Bilder aus und lasse Pinterest nach „visuell ähnlichen Ergebnissen“ suchen. Die Auswahl der angezeigten Bilder erweitert sich zusätzlich zu Innenräumen auf Malereien, die eben diese besondere Farbstimmung von dem ausgewählten Foto besitzen. Ich wähle mehrere dieser Fotos aus und erarbeite daraus collagierend drei Räume. Später wiederhole ich das Verfahren mit einem Raum des Colegio de Arquitectos in Havanna. Jeder der Räume besitzt eine bestimmte Atmosphäre, einen bestimmten Farbklang und ein ganz eigenes Raumerlebnis.


Das Einbeziehen der Suchmaschine, die „nach visuell ähnlichen Ergebnissen“ sucht, ist für mich ein spannender Prozess. Die Mischung aus klaren Raumlinien, raumdefinierenden Objekten der aus den Fotos sowie gemalten Farbflächen, ergeben eine spannende Synthese aus Raumdefinition und Atmosphäre. Es erfreut mich, über den Prozess des Collagierens und freien Arbeitens differenziertere Raumvorstellungen zu erarbeiten. Dies könnte für mich ein weiterer Schritt zur reelleren Anwendung in der Innenarchitektur werden.


Mona Schaffer

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Über Mona Schaffer

Mona Schaffer studierte zunächst zwei Semester Medien- und Kommunikationswissenschaft, um mehr über die visuelle und audiovisuelle Kommunikation zu lernen. Dann wechselte sie an die Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design und begann ihr Innenarchitekturstudium. Im Wintersemester 2016/2017 studiert Mona an der ISA (universidad de las artes) in Kuba ein Semester lang Szenografie. Damit sie sich voll auf das Studium konzentrieren kann, erhält Mona das „Interior Scholarship" – das AIT-Stipendium der Sto-Stiftung. Es geht im Studienjahr 2016/2017 an vier Studierende der Innenarchitektur, die durch ihre ausgeprägte Haltung und kreative Denkweise deutlich herausstachen. Für Mona Schaffer kommt das Stipendium zur richtigen Zeit und wird einen Teil ihres Auslandsaufenthalt finanzieren.

Rückfragen beantwortet gerne

Bert Große
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